Um das Jahr 990 wurde Brelingen erstmals als Bredanlagu urkundlich erwähnt. Spätere Namensformen waren Bredeleghe und Bredelage. Im Zentrum des Dorfes steht die evangelische Kirche St. Martini, die auch das höchste Gebäude darstellt. Sie wurde erstmals um 1200 vermutlich als Holzbau errichtet, 1483 und 1849 abgerissen und jeweils neu errichtet. Zu Brelingen gehören außerdem die Weiler Ohlenbostel und Schadehop.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts gab es in Brelingen 21 Höfe mit Meierstatus, die durch Teilungen aus den früheren (sieben) Vollhöfen entstanden waren, sowie 23 Kötner- und Brinksitzerstellen. Einnahmequellen der Einwohner waren Ackerbau, Viehzucht und Handwerk. 2019 hatte Brelingen 2234 Einwohner. Seit 2005 ist die Brelinger MItte gegenüber der Kirche der kulturelle Mittelpunkt des Ortes.
Das Brelinger Wappen wurde von Gustav Völker geschaffen, der viele Wappen der Wedemarker Ortsteile entworfen hat: Auf grünem Grund ist oben eine liegende, silberne Wolfsangel dargestellt, die von einem goldenen Bronzeschwert überdeckt wird, das am Knauf an silberner Schnur mit einer goldenen Waage behängt ist. Die Waage soll die Erinnerung daran festhalten, dass in Brelingen bis 1858 die Amtswaage der vormaligen Amtsvogtei Bissendorf aufgestellt war. Ein gut erhaltener Bronzedolch mit hölzerner Scheide ist vor Jahren am Brelinger Berg gefunden worden. Die Wolfsangel symbolisiert die Zugehörigkeit zum ehemaligen Landkreis Burgdorf.