Die Eichenkreuzburg

Eine Burg auf Wedemärker Gebiet mit einem Museumsschild aus Langenhagen gehört zur Kirche in Hannover

 

 

Diese drei Fakten brachten eine erstaunliche Geschichte von Jugendlichen, „Ihrem Pastor“ und der Eichenkreuzburg zu tage.

 

Nachdem 1922 die Vahrenwalder Kirche gegründet wurde und ihren Kirchenraum im Tanzsaal des Vergnügungsparkes Vahrenwalder Turm fand, begann die ganze Geschichte. Es wurde ein Pastor gesucht, der die männlichen Jugendlichen aus Vahrenwald beschäftigte und sie somit vor dem Molloch der Großstadt schützte. 1926 kam Wilhelm Brase als Pastor für die Jugendlichen an die Kirche und wollte gemeinsam mit ihnen ein Landheim bauen. Aus der Idee Landheim wurde eine Burg -eine Festung für den Glauben.

 

Pastor Brase stand dem Projekt „Burg“ kritisch gegenüber, da finanzielle Mittel seitens der Kirche nicht zur Verfügung standen. Er ließ sich aber auf die Geschichte ein und die Jugendlichen bauten mit viel Unterstützung ihre Burg im Wald. Sie wurde Treffpunkt der jungen Männer und an den Wochenenden trafen sich die Kirchenmitglieder oft zu Gottesdiensten im Wald mit anschließendem Kaffeetrinken.

 

 

Um die Burg zu schützen, sollte sie zur Kirche geweiht werden, was allerdings durch den 2. Weltkrieg vereitelt wurde. Die Burg diente auch im Krieg den Jugendlichen als Zuflucht. Man traf sich im Wald, musizierte, trieb Sport und spielte Theater.

Im Krieg wurden Teile der Burg vermietet und später zogen Flüchtlinge ein. Nach dem Krieg lag der Fokus auf dem Bau der Vahrenwalder Kirche, so dass die Burg ins Hintertreffen geriet. Um 1960 entstand ein Konzept eines neuen Landheimes an einem anderen Ort und somit ein Verzicht auf die Burg im Wald.

Pastor Brase behielt die Burg als Treuhänder der Kirche in seiner Hand. Er trug all die Jahre die Verantwortung und die Kosten bis die Kirche sich entschied die Burg zu übernehmen.

Durch den Einsatz von Wilhelm Brase, der inzwischen nicht mehr in Vahrenwald arbeitete, gelang es die Burg als Teil der Jugendkirche zu behalten und als Tagungszentrum auszubauen.

Heute ist die Eichenkreuzburg der beliebteste Tagungsort der Kirche im Norden. Sie wird auch für private Veranstaltungen genutzt und es finden sogar Trauungen in bzw. am Außenaltar der Burg statt. Die gesamte Geschichte erscheint in einiger Zeit auf dieser Seite. Als Vorgeschmack finden Sie Fotos von der Entstehung und der Geschichte im anliegenden Fotoalbum.


Bildquellen: 

Bild 1 - Eichenkreuzburg, Zeichnung zur Einweihung, Sammlung Gerhard Brase

Bild 2 - Gedicht von Wilhelm Macke, Hannover, zur Einweihung der Eichenkreuzburg 1928, Sammlung Gerhard Brase

 

 

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Fotoalbum der Eichenkreuzburg
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