· 

Sammlung der Greve-Bilder vergrößert

Dem Museum wurde kürzlich ein von Ursula Greve im Jahr 1992 gemaltes Aquarell geschenkt. Dargestellt ist ein Fachwerkhaus, das im Weserbergland abgebaut und in Bissendorf wieder aufgebaut wurde. In der Fachsprache heißt es: Das Haus wurde transloziert. Es steht nun zwischen der Straße „Flassworth“ und dem „Münkelshof“, der sich durch zahlreiche translozierte Fachwerkbauten auszeichnet.

 

Das Aquarell war hinter Glas gerahmt und hatte Berührung mit dem Glas. Vermutlich infolge ungünstiger Lagerung bildeten sich viele feste Verbindungen zwischen Bild und Glas. Beim Herausnehmen des Bildes entstanden zahlreiche Fehlstellen in der Malschicht. Nun überlegte das Museumsteam, wie das an sich recht schöne Bild „gerettet“ werden kann.

 

In Abstimmung mit der Gemeinde Wedemark konnte eine Papierrestauratorin beauftragt werden. Sie sollte die Fehlstellen im Zuge der Restaurierung retuschieren, sodass wieder ein geschlossenes Gesamtbild entsteht.

 

Nach einem Restaurierungszeitraum von sieben Tagen lag ein fantastisches Ergebnis vor. Von den Schäden ist nichts mehr zu sehen. Auch ein neues Passepartout wurde angefertigt. Der alte Rahmen konnte nicht mehr verwendet werden. Das Bild sollte zukünftig hinter Museumsglas gerahmt werden. Solches Glas gewährt einen hohen UV-Schutz, sodass die Darstellung durch Sonneneinstrahlung nicht verblassen kann.

 

Nach einem Tipp der Restauratorin befasste sich das Museumsteam mit Bilderrahmen der Firma Halbe aus Kirchen in Rheinland-Pfalz. Musterbildträger sowie Muster verschiedener Rahmen wurden bei einem Teamtreffen begutachtet. Die Besonderheit ist, dass die Objekte von vorn in den Rahmen gelegt werden. Der Rahmen selbst ist per Magneten mit dem Bildträger verbunden.

 

Im Ergebnis beschloss das Team, für das Bild mit dem Fachwerkhaus einen „Halbe-Rahmen“ anzuschaffen. Auch dieses Vorhaben unterstützte die Gemeinde Wedemark und hat einen passenden Rahmen erworben. Jetzt befindet sich das Bild im Obergeschoss des Kavalierhauses und Besucherinnen sowie Besucher können sich selbst einen Eindruck von der neuen Rahmung machen.

Das Museumsteam kann sich gut vorstellen, nach und nach für weitere Gemälde, die das Museum präsentiert, ähnliche Rahmen anzuschaffen.

 

Bis zu einer Wiederaufnahme des Betriebes im Richard-Brandt-Heimatmuseum mit regelmäßigen Öffnungszeiten ist das Kavalierhaus i.d.R. während verschiedener Events auf dem Amtshof geöffnet. Zusätzlich können die Exponate im Kavalierhaus nach vorheriger telefonischer Terminabsprache besichtigt werden.

 

Wenden Sie sich dazu gerne an:

 

Peter Schulze, Tel.: 05130 – 7101, E-Mail

oder

Friedrich Thümler, Tel.: 05130 – 8272, E-Mail

 


Quellenangaben zu den Fotos:

Aquarell Nachzustand (mit der Farbkarte und dem Originalklebestreifen, der von Frau Greve mit übermalt wurde):  Papierrestaurierung Kirsten Meyer, Visselhövede

Wackelkarte: Homepage der Fa. HALBE-Rahmen GmbH, 57548 Kirchen

alle anderen Fotos: Richard-Brandt-Heimatmuseum